Glücksfundus

Glücklich hochsensibel sein

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2020-05-03

Der Schlüssel zum Glück

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Die Basis für alle „Glücksmethoden“  ist meiner Meinung nach die Achtsamkeit.
Achtsamkeit ist in aller Munde, aber sie ist kein „neumodischer Schnickschnack“, sondern hat ihren Ursprung im Buddhismus. Dort wird die samma sati - wahre Achtsamkeit als das 7. Element des „edlen achtfachen Pfades“ beschrieben. 
Der Begriff Achtsamkeit ist jedoch vielfältig.
Nach John Kabat-Zinn, einem der Gründungsväter der Achtsamkeitsforschung, bedeutet Achtsamkeit: „ Eine besondere, absichtsvolle, aber nicht urteilende Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment“.
Das Ziel der Achtsamkeitspraxis ist es daher, die Dinge so zu sehen, wie sie sind, ohne zu bewerten oder zu beurteilen. 
Aber ACHTSAMKEIT kann noch viel mehr.
Wenn wir Achtsamkeit üben, lernen wir nicht nur unsere eigenen inneren Reaktionen besser wahrzunehmen, sondern diese auch positiv zu verändern, was mithilfe von Hirnscans wissenschaftlich nachgewiesen wurde.
Achtsamkeit kann uns demnach helfen, unsere Gedanken und Gefühle positiv zu beeinflussen.
Die klassische erste Achtsamkeitsübung ist, die „ Rosinenübung“.

Hierzu nimmt man eine Rosine (oder etwas anderes leckeres, wenn du wie ich keine Rosinen magst) und nimmt diese ganz bewusst und achtsam mit allen Sinnen wahr. Wie schaut sie aus, welche Form und Farbe hat sie, welchen Geruch, welche Konsistenz. Dann nimmt man sie in den Mund und fühlt mit der Zunge, nimmt den Geschmack wahr…bevor man sie letztendlich ganz langsam und achtsam aufisst.

Wir versuchen dabei unsere  Aufmerksamkeit ganz bewusst auf etwas zu lenken und zu halten.
Uns zu fokussieren.
Achtsam etwas mit einem oder auch mehreren Sinnen wahrzunehmen.
Man könnte auch sagen:„Den Moment so gut wie möglich auszukosten“.

Nun geht es in der Achtsamkeitspraxis nicht darum, jede Menge Rosinen zu essen, sondern jeden Moment mit Achtsamkeit zu füllen.
Oder wie es der spirituelle Lehrer, Eckhart Tolle so schön ausdrückt: „Was immer der Moment bringt, gib ihm deine ganze Aufmerksamkeit. Wenn es keine Freude und Leichtigkeit in dem gibt, was du tust, dann bedeutet das nicht unbedingt, dass du ändern musst, was du tust. Es reicht möglicherweise aus, das wie zu verändern. „Wie“ ist immer wichtiger als „was“.“
Frage dich also: Wie tue ich das gerade, tue ich es achtsam und bewusst?
Wir können Achtsamkeit wunderbar in all unsere alltäglichen Handlungen einbauen.
Achtsames Gehen, Essen, Arbeiten, Spielen, Zuhören, Reden…in jegliches Tun.
Achtsames Wahrnehmen oder wie Tolle es nennt „Gewahrsein“, bringt uns ins Hier und Jetzt.

Wenn wir bewusst wahrnehmen, was in uns und um uns herum geschieht, wenn wir unseren Fokus ganz gezielt auf etwas richten, dann dehnt sich auch unser Zeitgefühl aus. Wissenschaftler bezeichnen dieses Gefühl als „das tiefe Jetzt“. „Die Energie, die normalerweise für die Zeitverarbeitung gebraucht wird, kann auf Konzentration und Aufmerksamkeit verteilt werden.“
Wir können dann mehr Daten aufnehmen und auch schneller verarbeiten, was zu einem verlängerten Zeitgefühl führt. Achte einmal bewusst darauf, wenn du das nächste Mal zum Beispiel einen Sonnenauf- oder -untergang, den Sternenhimmel oder ein Tier… ganz genau beobachtest.
Achtsame Momente und Handlungen können unseren stressigen, reizüberfluteten Alltag also regelrecht entschleunigen und uns gezielte Glücksmomente schenken.

Achtsamkeitspraxis kann uns helfen, auch unsere „leidenden“ Gedanken und Gefühle, unsere negativen Glaubensmuster, Anhaftungen, Bewertungen, Verurteilungen immer mehr loszulassen.
Und uns dadurch mehr Ruhe, Zufriedenheit und Gelassenheit schenken.
Indem wir bewusst mit unseren Sinnen wahrnehmen, innehalten und das „wie“ in den Vordergrund stellen, können wir den Augenblick mehr wertschätzen und genießen.
Und dankbar sein, für all das Schöne und Gute in uns und um uns herum.
Achtsamkeit ebnet uns unseren Weg zur Veränderung, zum inneren Glück, durch bewusstes Wahrnehmen, Denken, Fühlen und Tun.
Achtsamkeit ist somit der Schlüssel für ein „glücklicheres“ Leben.

Quellen und  Anregungen :

MBSR Kurse, Stressbewältigung durch Achtsamkeitstraining nach John Kabat-Zinn

Buch „ Achtsamkeit mitten im Leben“ von Britta Hölzel und Christine Brähler, O.W. Barth Verlag

Buch „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart“  von Eckhart Tolle , Kamphausen

Buch „Stealing Fire. Spitzenleistungen aus dem Labor: Das Geheimnis von Silicon Valley, Navy Seals und vielen mehr“, von Steven Kotler und Jamie Wheal“, Plassen Verlag

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